Unbeliebtester Präsident seit 1945 ?


ObamaWas ist aus dem ehemaligen Hoffnungsträger geworden. Die Begeisterung ist verflogen. Kaum jemand war in Deutschland einmal so beliebt wie US-Präsident Barack Obama. Das ist allerdings so lange her, dass man sich fast nur noch in schwarzweiss Bildern daran erinnern kann. Heute muss man die Frage stellen, ist das noch die gleiche Person wie im Jahr 2008 oder sieht man ihn nur anders? Aktuell steht Obama in Umfragen nahezu genauso zerstört da wie sein ehemaliger Vorgänger George W. Bush, welcher die Menschenrechte komplett ausser Kraft setzte. Das deutsch-amerikanische Verhältnis ist am Nullpunkt angekommen. Im November 2013 wurde Obama und seine Familie während des alljährlichen Oregon-State Basketball-Matches ausgebuht. Früher mit begeistertem Jubel empfangen, wird der US-Präsident nun mit bescheidenem Beifall und wütenden Buhrufen begrüßt. Aus einer aktuellen Umfrage der amerikanischen Quinnipac Universität geht nun hervor:

Obama ist der unbeliebteste Präsident seit 1945.

Die Weltpolizei ist in Not. 40% der Befragten finden ihn im direkten Vergleich sogar noch schlechter als Bush. “Über den Zeitraum von 69 Jahren der amerikanischen Geschichte und 12 Präsidentschaften, findet sich Präsident Barack Obama mit George W. Bush an der Unterseite der Popularität“, sagte Tim Malloy, stellvertretender Direktor der Quinnipiac Universität Poll. Aus der Umfrage ging auch hervor, dass Ronald Reagan mit 35% der beste Präsident seit dem Zweiten Weltkrieg war. Warum allerdings gerade Reagan der beliebteste Präsident gewesen ist, geht aus der Umfrage nicht hervor. 18% stimmten für Bill Clinton und 15% für John F. Kennedy.

Mitten in der Ukraine Krise, bei der 70-Jahr Zeremonie am 6. Juni in der Normandie kaute Barack Obama auf der Ehrentribüne cool und lässig vor allen TV-Kameras der Welt Kaugummi. Dies hinterließ einen befremdlichen und respektlosen Eindruck, immerhin wurden an diesem Ort auch über 125.000 Soldaten seines Landes ermordet.

Obama visits Germany - protests

Welche Faktoren haben zu seinem jetzigen Image beigetragen? Zunächst sind die Verbündeten enttäuscht. Seit den NSA Enthüllungen von Edward Snowden und den globalen Bespitzelungen inklusive Spitzenpolitikern ist das Vertrauen der Welt auf Jahre zerstört. Alle Welt vermutet nun fatalerweise auch mit Recht, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist. Die Amerikaner täten gut daran, die Sorgen ihrer (Noch)Verbündeten ernst zu nehmen. Sonst könnten sie am Ende isoliert dastehen.

In der Außenpolitik haben zuletzt in Libyen und Syrien die sinnlosen militärischen Verwicklungen sowie die Unterstützung von Konflikten zum eigenen Vorteil nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Aus amerikanischer Sicht. Obama kann in Fall Syrien Putin eigentlich dafür danken, dass die Situation nicht komplett eskaliert. Die vorsätzlich herbeigeführte Ukraine Krise offenbart die amerikanischen Lügen in einer Weise, dass sogar die letzten USA Befürworter ins Schwitzen kommen müssen. Das Paradoxe ist, einerseits wollen die Amerikaner keinen unbegrenzten Interventionismus mehr, andererseits sind sie mit der aus ihrer Sicht minimalen Außenpolitik Obamas auch unzufrieden. Eine Erklärung für diesen scheinbaren Widerspruch: Die Amerikaner sehen sich nach wie vor als die global unverzichtbare Nation. Sie vermissen bei ihrem Präsidenten einfach den internationalen (militärischen) Führungswillen.

Seine eigentlich gute Idee einer Krankenversicherung, an der alle Vorgänger scheiterten, mutiert dennoch zum Reinfall. Mit aller Gewalt durchgesetzt, stößt sie bislang auf großes Misstrauen bei der Bevölkerung. Und wie viele von den 6 Millionen Versicherten am Ende auch tatsächlich die Beiträge überweisen (können) bleibt offen.

Nicht zuletzt spielt auch die Rolle von sozialen Netzwerken eine immer größere Rolle. Lügen werden künftig immer kürzere Beine bekommen und die Staatsmedien werden es künftig immer schwerer haben, ihre Propaganda glaubwürdig an den Mann zu bringen. Dies trifft allerdings glücklicherweise künftig auf alle Regierungen dieser Welt zu. Die Beliebtheit steht und fällt dann damit, wie weit das Volk durchblickt und welche Spiele gespielt werden.

Man konnte am Anfang der Amtszeit von Obama den Eindruck gewinnen, dass er tatsächlich etwas verändern wollte. Möglicherweise wurde er aber noch am gleichen Abend nach seiner Vereidigung von einigen elegant gekleideten Herren zum Gespräch gebeten, und dort wurde ihm dann erklärt, wer im Land regiert und welche Aufgaben er zu erledigen hat. Was wird nun ab 8. November 2016 geschehen? Sicher ist nur, dass der künftige Präsident dann nicht mehr den Namen Obama trägt. Das Spiel wird wie immer ablaufen, die Demokraten haben das angerichtet, werden die Republikaner rufen und umgekehrt das Gleiche. Die gleichgeschalteten Medien werden je nach Zugehörigkeit dem Volk ihre Parolen eindreschen. Der ehemaligen Außenministerin der USA, Hillary Clinton, werden gute Aussichten eingeräumt. Und wer bei ihrem Besuch in der ARD Talkshow von Günther Jauch genau hinhörte, konnte zwischen den Zeilen lesen, wohin die Reise dann gehen wird.

Hillary_Clinton

Auf Edward Snowden angesprochen teile sie mit, dass er Terroristen wichtige Informationen mitgeteilt, und zudem das Recht hat, in den USA verurteilt zu werden. Besser kann man die Todesstrafe nicht verkaufen. Den Mord ohne Gerichtsprozess an Osama Bin Laden deklariert sie als „richtige Entscheidung“ die ihn „zur Verantwortung gezogen“ und der Gerechtigkeit zugeführt hat. Bis heute fehlen nebenbei eindeutige Beweise, welche Rolle Osama Bin Laden tatsächlich gespielt hat.

Die harten Militaristen, die Neocons (Neo-Konservativen), würden gerne Hillary Clinton ins Weiße Haus befördern. In ihr sehen sie eine Verbündete. Wie die New York Times berichtet, gründete der Berater von Mitt Romney, Robert Kagan, während ihrer Amtszeit als Außenministerin die Berater Gruppe PNAC, ein Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert. Es wurde im Frühjahr 1997 als nicht-kommerzielle Ausbildungsorganisation mit dem Ziel gegründet, für die weltweite Führerschaft der Vereinigten Staaten zu werben. Russland wird dabei als größter Feind angesehen. Kagan`s Ehefrau ist Victoria Nuland (Fuck the EU). Auch sie gehört zu den Neocons. Während seiner bisherigen Amtszeit hat es Barack Obama zumindest geschafft, die Neocons halbwegs aus der Außenpolitik herauszuhalten. In der Ukraine hat dies nicht funktioniert. Sollten die Neocons bis zur nächsten Präsidentenwahl an Einfluss gewinnen, wird dies eine radikale Änderung der Außenpolitik und entsprechende Konsequenzen zur Folge haben.

Möglicherweise wird man dann in den Statistiken des Jahres 2024 lesen, das Obama dann der beste Präsident seit 1945 war.

Quellen:
http://www.quinnipiac.edu/news-and-events/quinnipiac-university-poll/national/release-detail?ReleaseID=2056
http://www.nytimes.com/2014/07/06/opinion/sunday/are-neocons-getting-ready-to-ally-with-hillary-clinton.html?_r=2

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